Wandern für die Sepsisforschung

Forschungsnachwuchs beteiligt sich an 24-Stunden-Wanderung rund um Jena

15 Medizinstudenten und Doktoranden, die im Schwerpunkt Sepsisforschung des Universitätsklinikums Jena (UKJ) mitarbeiten, beteiligen sich an der Wanderung „Rund um Jena". Mit ihrem Start bei der 100-km-Wanderung wollen die Nachwuchswissenschaftler das Bewusstsein für die meist tödlich verlaufende Krankheit in der Öffentlichkeit stärken und Spenden für die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. sammeln, um Projekte in der Sepsisforschung zu unterstützen.

Welche Gefährdung eine Sepsis darstellt, lernte Matthias Gaipl im Studium. Als Doktorand an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin erforscht er das Leberversagen bei Sepsis-Patienten. Außerhalb der medizinischen Fachwelt findet die Infektionserkrankung, die in der Hälfte der jährlich etwa 150 000 Fälle tödlich verläuft, noch zu wenig Beachtung.

o.v.l.n.r.: Markus Engelmann, Martin Merxbauer, Christoph Baum; m.v.l.n.r.: Anna-Karoline Israel, Matthias Gaipl, Anna Kern; u.v.l.n.r.: Tobias Bretschneider, Annika Lattermann, Anna Kliem; nicht im Bild: Tobias Rachow, Christian Rau, Tino Starke, Janina Ullmann, Isabell Woest. Foto:Schröder/UKJ

Am 28. Mai tauscht der 26-Jährige zusammen mit 14 weiteren Medizin- studentinnen und -studenten Labor- kittel und Pipette gegen Rucksack und Wanderschuhe, um auf die Erkrankung und die Notwendigkeit ihrer Erforschung aufmerksam zu machen. „Es ist prima, dass sich so viele spontan zum Mitwandern entschlossen, so sind wir besser zu erkennen und können uns gegenseitig anspornen", freut sich Matthias Gaipl, der die Wanderung vor vier Jahren schon als Zweiter beenden konnte.

Für intensives Training bleibt neben Vorlesungen, Kursen und der Arbeit im Labor wenig Zeit, aber an den vergangenen Wochenenden waren die angehenden Ärzte verstärkt zu Fuß in den Bergen um Jena unterwegs.


Erste Spenden konnten die Marathonwanderer auch schon einwerben: Mit 500 Euro unterstützt die SIRS-Lab GmbH die Sepsis-Hilfe. „Die Nachwuchswissenschaftler stellen sich mit Ausdauer einer großen Herausforderung - besser kann man für die Sepsisforschung nicht werben", so Axel Kunz, Sprecher des Jenaer Diagnostik-Unternehmens. Stephan Fritzsch, Finanzberater der MLP AG, sagte ebenfalls bereits eine finanzielle Unterstützung zu.

Die Langstreckenwanderung „Rund um Jena" wird in diesem Jahr zum 25. Mal ausgetragen. Am 28. und 29. Mai haben die 850 Starter 24 Stunden Zeit, die 100 km lange Wegstrecke zu bewältigen.

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