100 km-Rekordsieg für die Sepsisforschung

Forschungsnachwuchs beteiligte sich erfolgreich an 24-Stunden-Wanderung rund um Jena

Der Erste Platz unter den Männern, der Vierte, 15. und 16. Platz unter den Frauen, 15 persönliche Siege über den inneren Schweinehund und mehr als 900 Euro Spenden für die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. - das ist die Erfolgsbilanz der Medizinstudenten, die an der Wanderung „Rund um Jena" am vergangenen Wochenende teilnahmen. Zur Bilanz zählen auch diverse Blasenpflaster und zwei Paar Wanderschuhe, die der Marathonbelastung nicht standhielten. „Das Wetter hat in diesem Jahr super mitgespielt, auch wenn die Strecke durch einen vorangegangenen Regenschauer teilweise alles andere als ideal war. Die Wanderung war sehr gut organisiert und die Stimmung großartig", fasst Matthias Gaipl die 100-km-Wanderung zusammen. Der 27-jährige Doktorand am Universitätsklinikum Jena (UKJ) absolvierte die Strecke in 11 Stunden, 26 Minuten und 59 Sekunden. Damit ist er nicht nur der Schnellste der diesjährigen 25. Horizontale, an der etwa 800 Wanderer teilnahmen, sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord auf. Nur drei der 15 mit dem „Sepsis runs public"-T-Shirt gestarteten angehenden Ärzte mussten unterwegs aufgeben.

Anna-Karoline Israel (15. bei den Damen, vorn) und Janina Ullmann (16.) am Start der 100km-Wanderung. Foto: Organisationsteam Horizontale

Mit ihrer Ausdauerleistung wollten die Nachwuchswissenschaftler, die im Schwerpunkt Sepsisforschung des UKJ mitarbeiten, das Bewusstsein für die meist tödlich verlaufende Krankheit in der Öffentlichkeit stärken. „Das Thema Sepsis stieß auch bei den anderen Wanderern auf großes Interesse", fügt Matthias Gaipl hinzu. Außerhalb der medizinischen Fachwelt findet die Infektionserkrankung, die in der Hälfte der jährlich etwa 150 000 Fälle tödlich verläuft, noch zu wenig Beachtung.

920 Euro erwanderten die Medizin-Doktoranden für die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. Die Selbsthilfegruppe unterstützt Patienten und Angehörige beim Erfahrungsaustausch über Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten, die Finanzierung von Pflege und die Bewältigung von Alltagsproblemen und freut sich auch weiterhin über Ihre Spenden.


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